Ringbahn Berlin: Auf dem Südring vom Westkreuz über Südkreuz zum Ostkreuz

Mit der Ringbahn durch Berlin Teil 2: Vom Westkreuz zum Ostkreuz

Einmal mit der Berliner Ringbahn rund um die Innenstadt: Im ersten Teil unserer Ringbahnfahrt ging es vom Ostkreuz über den Nordring bis zum Westkreuz. Jetzt schließen wir die Runde und fahren weiter mit der S42 über den Südring zurück zum Ostkreuz.

Diese zweite Etappe zeigt Berlin noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Während der Nordring viel Prenzlauer Berg, Wedding, Hafen, Gewerbe und West-Berliner Verkehrsknoten geboten hat, führt uns der Südring durch Charlottenburg-Wilmersdorf, Schöneberg, Tempelhof, Neukölln und Treptow. Es ist eine Fahrt durch Wohnviertel, große Bahnhöfe, breite Straßen, alte Flughafengeschichte, dichte Kieze und grüne Ausblicke an der Spree.

Wer Berlin gerne aus der S-Bahn-Perspektive erlebt, kann sich hier einfach zurücklehnen und mitfahren.

Start am Westkreuz: Weiter geht’s auf den Südring

Unsere Fahrt beginnt am Westkreuz. Hier endete der erste Teil der Ringbahnfahrt, und genau hier steigen wir wieder ein. Das Westkreuz ist einer der wichtigen S-Bahn-Knoten im Berliner Westen. Hier treffen Ringbahn und Stadtbahn aufeinander — also die Verbindung Richtung Charlottenburg, Zoologischer Garten, Hauptbahnhof und Alexanderplatz auf der einen Seite sowie Richtung Spandau auf der anderen.

Ab jetzt fahren wir weiter über den südlichen Teil der Ringbahn. Die erste Station ist Halensee. Wir sind im westlichen Charlottenburg-Wilmersdorf, nicht weit vom Kurfürstendamm und vom Lietzensee entfernt. Schon hier merkt man: Der Südring hat ein anderes Tempo als der Nordring. Es wirkt etwas wohnlicher, westlicher und stellenweise ruhiger — aber natürlich bleibt die Ringbahn immer auch ein Stück Großstadt.

Durch Wilmersdorf: Halensee, Hohenzollerndamm und Heidelberger Platz

Nach Halensee geht es weiter zum Hohenzollerndamm. Direkt unter der Ringbahn verläuft hier eine wichtige Verkehrsachse im Berliner Westen. Die Umgebung ist typisch für diesen Teil von Charlottenburg-Wilmersdorf: breite Straßen, Wohnhäuser, viel Alltag und immer wieder kleine Blicke in die Stadt.

Eine besonders interessante Station folgt kurz darauf: der Heidelberger Platz. Hier trifft die Ringbahn auf die U3. Sehenswert ist vor allem der U-Bahnhof unter der Erde, der mit seiner historischen Gestaltung fast wie eine kleine Kathedrale wirkt. Oben ist die Gegend dagegen eher typisch Wilmersdorf: Wohnstraßen, Verkehr und Berliner Alltag ohne große Inszenierung.

Gerade das macht die Ringbahn so spannend. Sie zeigt Berlin nicht nur dort, wo die klassischen Sehenswürdigkeiten stehen, sondern auch dort, wo die Stadt einfach funktioniert.

Bundesplatz und Innsbrucker Platz: West-Berliner Alltag an der Ringbahn

Weiter geht es zum Bundesplatz. Auch hier bleibt die Strecke sehr urban. Die Ringbahn fährt durch dichte Bebauung, vorbei an Wohnhäusern, Straßen und viel Verkehr. Der Bundesplatz ist kein Ort, den man unbedingt auf einer klassischen Berlin-Reiseroute findet — aber genau deshalb passt er so gut zu dieser Fahrt. Er ist ein typischer Berliner Alltagsknoten.

Am Innsbrucker Platz trifft die Ringbahn auf die U4. Die U4 ist die kürzeste reguläre U-Bahnlinie Berlins und verbindet den Innsbrucker Platz mit dem Nollendorfplatz. In der Nähe liegt außerdem ein Stück Berliner Mediengeschichte: In der Kufsteiner Straße befindet sich das frühere Funkhaus, in dem einst der RIAS sendete. Heute sitzt dort der Deutschlandfunk.

Auch solche kleinen Hinweise machen die Fahrt interessant: Man fährt scheinbar einfach nur durch die Stadt — und entdeckt nebenbei Orte, die viel Berliner Geschichte erzählen.

Schöneberg und Südkreuz: Vom S-Bahn-Knoten zum großen Bahnhof

Die nächste Station ist Schöneberg. Hier trifft die Ringbahn auf die Wannseebahn. Wer hier umsteigt, kommt zum Beispiel Richtung Potsdamer Platz, Friedrichstraße oder Wannsee. Für Ausflügler ist das besonders interessant, denn über die Wannseebahn erreicht man viele schöne Ziele im Berliner Südwesten.

Danach folgt das Südkreuz — einer der wichtigsten Bahnhöfe im Berliner Süden. Hier treffen Ringbahn, Regionalverkehr, Fernverkehr und mehrere S-Bahnlinien zusammen. Das Südkreuz ist nicht nur ein großer Umsteigepunkt innerhalb Berlins, sondern auch praktisch für Reisende Richtung Flughafen BER. Der Flughafenexpress braucht vom Südkreuz bis zum Flughafen nur rund 14 Minuten.

Im Video sieht man gut, wie die Ringbahn hier wieder in eine größere Verkehrswelt eintaucht: mehr Gleise, mehr Umsteigemöglichkeiten, mehr Bahnhofsatmosphäre.

Tempelhof: Ringbahn am alten Flughafen

Hinter dem Südkreuz geht es weiter Richtung Tempelhof. An der Station Tempelhof trifft die Ringbahn auf die U6. Direkt daneben liegt das frühere Flughafengelände Tempelhof — heute das Tempelhofer Feld, eine der größten Freiflächen Berlins.

Auf dem Weg zur Hermannstraße taucht das alte Flughafengebäude immer wieder zwischen Bäumen und Gebüschen auf. Das ist einer der schönsten Momente auf dem Südring: Man fährt mitten durch die Stadt und bekommt plötzlich einen Eindruck von dieser riesigen offenen Fläche, die heute von Spaziergängern, Radfahrern, Skatern und Familien genutzt wird.

Tempelhof ist damit einer der Abschnitte, auf denen besonders deutlich wird, wie viele unterschiedliche Schichten Berlin hat: Verkehr, Geschichte, Freizeit, Alltag und Stadtentwicklung liegen hier direkt nebeneinander.

Neukölln und Sonnenallee: Dicht, laut, lebendig

Nach der Hermannstraße geht es weiter nach Neukölln. Hier trifft die Ringbahn auf die U7, und die Stimmung verändert sich spürbar. Die Umgebung wird dichter, urbaner und lebendiger. Rund um den Bahnhof Neukölln sieht man viele Läden, viel Verkehr, Altbauten und das typische Großstadtgefühl dieses Bezirks.

Weiter geht es zur Sonnenallee. Auch hier sind wir mitten in Neukölln: dicht bebaut, international, laut und lebendig. Für viele Berliner gehört dieser Abschnitt zu den besonders typischen Momenten auf dem Südring. Man sieht keine Postkartenkulisse, sondern echtes Berlin entlang der Gleise.

Genau das macht die Fahrt so sehenswert. Die Ringbahn verbindet nicht nur Bahnhöfe, sondern ganz unterschiedliche Lebenswelten.

Treptower Park und zurück zum Ostkreuz

Nach Sonnenallee nähert sich die Ringbahn wieder dem Osten Berlins. Die vorletzte Station ist Treptower Park. Hier sind wir in der Nähe der Spree, des großen Treptower Parks und nicht mehr weit vom Ostkreuz entfernt. Langsam schließt sich die Ringbahnrunde.

Kurz vor dem Ostkreuz fährt die Bahn über die Spree und durch eine dichte Brückenlandschaft. Mit etwas Fantasie sieht man zwischen den Brücken sogar noch einmal den Fernsehturm. Dann ist die Runde fast geschafft: Wir erreichen wieder den Bahnhof Ostkreuz, den Startpunkt des ersten Teils.

Damit ist unsere Ringbahnfahrt einmal rund um die Berliner Innenstadt komplett.

Video ansehen: Mit der S42 über den Südring

Unser Video nimmt euch mit auf die zweite Hälfte der Ringbahnfahrt: vom Westkreuz über Halensee, Wilmersdorf, Schöneberg, Südkreuz, Tempelhof, Neukölln, Sonnenallee und Treptower Park zurück zum Ostkreuz.

Ihr seht Berlin aus der S-Bahn-Perspektive — mit Blick aus dem Fenster, Stationsansagen, kurzen Erklärungen und vielen kleinen Eindrücken entlang der Strecke. Es ist keine klassische Stadtrundfahrt, sondern eine entspannte Fahrt durch das Berlin, das man oft nur nebenbei wahrnimmt.

Wenn ihr Teil 1 noch nicht gesehen habt, schaut euch auch die Fahrt vom Ostkreuz über den Nordring bis zum Westkreuz an. Zusammen ergeben beide Videos eine komplette Runde mit der Berliner Ringbahn.

Jetzt Video ansehen: Mit der Ringbahn durch Berlin Teil 2 — vom Westkreuz über den Südring zurück zum Ostkreuz.

Route in diesem Video

Westkreuz → Halensee → Hohenzollerndamm → Heidelberger Platz → Bundesplatz → Innsbrucker Platz → Schöneberg → Südkreuz → Tempelhof → Hermannstraße → Neukölln → Sonnenallee → Treptower Park → Ostkreuz

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