Berlin von oben erleben – aber welcher Aussichtspunkt lohnt sich wirklich? In unserem neuen BerlinClips-Video haben wir neun verschiedene Aussichten über Berlin getestet. Mit dabei sind bekannte Klassiker wie die Reichstagskuppel, der Berliner Dom und die Siegessäule, aber auch kostenlose Alternativen und besondere Ausflugsziele im Westen der Stadt.

Die Auswahl reicht von einer kostenlosen Dachterrasse bis zur Fahrt mit dem Weltballon in 150 Metern Höhe. Wir zeigen euch, wie ihr die Aussichtspunkte erreicht, was der Eintritt kostet und welche Aussicht uns am Ende am besten gefallen hat.

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Im Video erlebt ihr alle neun Aussichtspunkte mit den tatsächlichen Wegen nach oben, den Ausblicken und unseren persönlichen Bewertungen.

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Berlin von oben: Neun Aussichtspunkte im Vergleich

Wir wollten nicht nur herausfinden, von welchem Ort aus Berlin besonders schön aussieht. Auch der Eintrittspreis, der Aufwand für den Aufstieg, die Erreichbarkeit und das gesamte Erlebnis spielten bei unserem Vergleich eine Rolle.

Am Ende haben wir drei persönliche Sieger gewählt:

  • die beste Aussicht über Berlin,
  • das beste Preis-Leistungs-Verhältnis,
  • den schönsten Aussichtspunkt für einen kleinen Berlin-Ausflug.
Aussichtspunkt Preis beim Videodreh Besonderheit
Park Inn Dachterrasse 6 Euro Blick auf Fernsehturm und Alexanderplatz
Berliner Dom 15 Euro Rundgang auf der Domkuppel
Humboldt Forum 3 Euro Günstiger Rundumblick über Berlin-Mitte
Weltballon Berlin 32 Euro Aussicht aus bis zu 150 Metern Höhe
Reichstagskuppel Kostenlos Kuppelbesuch mit vorheriger Anmeldung
Siegessäule 4,50 Euro Historischer Aussichtspunkt über dem Tiergarten
Motel One Upper West Kostenlos Terrassenblick über die City West
Teufelsberg 12 Euro Lost Place, Street Art und Aussicht
Drachenberg Kostenlos Entspannter Aussichtspunkt im Grunewald

Hinweis: Die genannten Preise entsprechen dem Stand unseres Videodrehs. Eintrittspreise und Zugangsbedingungen können sich ändern. Informiert euch deshalb vor eurem Besuch noch einmal beim jeweiligen Anbieter.

1. Park Inn Dachterrasse: dem Fernsehturm ganz nah

Unsere erste Station liegt direkt am Alexanderplatz. Im Park Inn Hotel fährt man zunächst mit dem Aufzug bis in die 35. Etage. Danach müssen noch einige weitere Etagen über eine Treppe zurückgelegt werden.

Oben angekommen öffnet sich der Blick über große Teile der Berliner Innenstadt. Zu sehen sind unter anderem Prenzlauer Berg, Wedding und die westliche Innenstadt. Das eigentliche Highlight steht jedoch direkt vor der Dachterrasse: der Berliner Fernsehturm.

Von kaum einem anderen öffentlich zugänglichen Aussichtspunkt lässt sich das bekannteste Bauwerk der Stadt so nah und fast auf Augenhöhe betrachten.

Besonders mutige Besucher können außerdem den sogenannten High Swing ausprobieren. Dabei schaukelt man mehr als 100 Meter über dem Alexanderplatz. Für Martin war allerdings schnell klar: Die normale Aussicht reicht vollkommen aus.

Der Eintritt zur Dachterrasse kostete bei unserem Besuch 6 Euro. Damit ist das Park Inn eine interessante Möglichkeit für alle, die mitten im Zentrum ohne sehr langen Aufstieg eine gute Aussicht suchen.

2. Berliner Dom: 245 Stufen bis zur Kuppel

Der Berliner Dom gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Viele Besucher wissen jedoch nicht, dass man den Dom nicht nur von innen besichtigen, sondern auch auf den Kuppelgang hinaufsteigen kann.

Bis nach oben müssen insgesamt 245 Stufen bewältigt werden. Gerade an heißen Sommertagen kann dieser Aufstieg ziemlich anstrengend werden. Im Frühling, Herbst oder an einem nicht zu warmen Tag ist der Besuch deutlich angenehmer.

Oben angekommen könnt ihr einmal um die Kuppel herumlaufen. Dadurch bietet sich ein Rundumblick auf die historische Mitte mit Museumsinsel, Humboldt Forum, Fernsehturm und zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten.

Das Ticket kostete zum Zeitpunkt unseres Besuchs 15 Euro. Darin enthalten ist neben dem Aufstieg zur Kuppel auch die Besichtigung des Berliner Doms mit seinen verschiedenen Kirchenbereichen und der Gruft.

Wer Architektur, Geschichte und Aussicht miteinander verbinden möchte, bekommt hier ein umfangreiches Gesamtprogramm.

Tickets und Informationen zum Berliner Dom

3. Humboldt Forum: viel Aussicht für nur 3 Euro

Nur wenige Schritte vom Berliner Dom entfernt befindet sich das Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Schloss. Auf dem Dach des Gebäudes wartet eine großzügige Terrasse mit einer überraschend guten Aussicht über das Berliner Zentrum.

Mit dem Aufzug geht es bequem und barrierefrei nach oben. Größere Taschen und Rucksäcke müssen vor der Fahrt auf die Dachterrasse eingeschlossen werden.

Auf der Terrasse könnt ihr fast einmal um das gesamte Gebäude herumlaufen. Zu sehen sind unter anderem:

  • der Berliner Dom und die Museumsinsel,
  • das Rote Rathaus und der Alexanderplatz,
  • das Nikolaiviertel,
  • die Hochhäuser an der Leipziger Straße,
  • die Fischerinsel und das Auswärtige Amt.

Die Terrasse liegt nicht so hoch wie die Domkuppel oder der Weltballon. Dafür befindet man sich mitten in der historischen Stadt und kann viele Sehenswürdigkeiten aus nächster Nähe betrachten.

Bei einem Eintrittspreis von nur 3 Euro war das Humboldt Forum für uns der klare Preis-Leistungs-Sieger.

4. Weltballon Berlin: 150 Meter über der Hauptstadt

Der Weltballon, auch Berlin Hi-Flyer genannt, befindet sich in der Nähe des Checkpoint Charlie. Anders als ein gewöhnlicher Heißluftballon bleibt er während der gesamten Fahrt über ein Stahlseil mit dem Boden verbunden.

Bei passenden Wetterbedingungen steigt der Ballon bis auf eine Höhe von ungefähr 150 Metern. Damit war er der höchste Aussichtspunkt in unserem Vergleich.

Während der Fahrt öffnet sich ein beeindruckendes Panorama über Berlin. Zu sehen sind unter anderem der Potsdamer Platz, die Leipziger Straße, Kreuzberg, der Alexanderplatz und große Teile der Innenstadt.

Allerdings ist der Betrieb stark vom Wetter abhängig. Bei zu viel Wind oder ungünstigen Bedingungen bleibt der Ballon am Boden. Auch bei diesiger Sicht lohnt sich der vergleichsweise hohe Preis weniger.

Deshalb sollte man möglichst kurzfristig planen und vor der Anfahrt prüfen, ob der Weltballon tatsächlich in Betrieb ist.

Das Ticket kostete bei unserem Besuch 32 Euro. Damit ist der Weltballon die teuerste Aussicht in unserem Test. Bei guter Sicht bietet er dafür ein besonderes Erlebnis, das sich deutlich von einer gewöhnlichen Aussichtsplattform unterscheidet.

Für Martin war der Weltballon der Sieger in der Kategorie beste Aussicht über Berlin.

5. Reichstagskuppel: kostenlos, aber nur mit Anmeldung

Die gläserne Kuppel des Reichstagsgebäudes gehört zu den beliebtesten kostenlosen Aussichtspunkten Berlins. Der Besuch muss allerdings vorbereitet werden.

Am besten meldet ihr euch vorher online beim Deutschen Bundestag an und wählt einen verfügbaren Termin aus. Die Bestätigung erhaltet ihr per E-Mail. Vor Ort folgt zunächst eine Sicherheitskontrolle. Danach geht es mit dem Aufzug hinauf auf die Dachterrasse.

Von dort habt ihr einen Rundumblick über das Regierungsviertel und die Berliner Innenstadt. Das Brandenburger Tor, der Potsdamer Platz und viele weitere bekannte Gebäude liegen nicht weit entfernt.

Anschließend könnt ihr über die spiralförmige Rampe bis in die Kuppel hinaufgehen. Im Eingangsbereich stehen normalerweise auch Audioguides zur Verfügung.

Die auffälligen Spiegel in der Mitte der Kuppel dienen übrigens nicht nur der Gestaltung. Sie lenken Tageslicht in den darunterliegenden Plenarsaal. Ein bewegliches Sonnenschutzelement verhindert gleichzeitig, dass zu viel direkte Sonne in den Saal gelangt.

Auch wenn das Wetter bei unserem Besuch nicht optimal war, gehört die Reichstagskuppel aufgrund ihrer Architektur, Geschichte und des kostenlosen Eintritts zu den empfehlenswertesten Aussichten der Stadt.

Besuch der Reichstagskuppel anmelden

6. Siegessäule: 285 Stufen über dem Tiergarten

Mitten auf dem Großen Stern im Tiergarten steht die Berliner Siegessäule. Um das Denkmal zu erreichen, geht es zunächst durch einen der Fußgängertunnel unter dem Kreisverkehr.

Im Inneren der Siegessäule informiert eine Ausstellung über die Geschichte des Bauwerks. Danach beginnt der eigentliche Aufstieg: 285 Stufen führen bis zur Aussichtsplattform unterhalb der goldenen Viktoria.

Je höher man kommt, desto enger wird das Treppenhaus. Wer Probleme mit langen oder schmalen Treppen hat, sollte den Aufstieg deshalb nicht unterschätzen.

Oben angekommen wird die Anstrengung mit einem besonderen Blick belohnt. Die Straße des 17. Juni verläuft schnurgerade durch den Tiergarten, während sich in der Ferne die Berliner Skyline erhebt.

Der Eintritt kostete bei unserem Besuch 4,50 Euro. Für sportliche Besucher ist die Siegessäule damit ein preiswerter und geschichtsträchtiger Aussichtspunkt.

7. Motel One Upper West: kostenlos über die City West schauen

Nicht alle guten Aussichten liegen in Berlin-Mitte. Für einen Blick über die City West lohnt sich ein Besuch im Motel One Upper West in der Nähe des Bahnhofs Zoologischer Garten.

In der zehnten Etage befindet sich eine Bar mit Terrasse, die auch von Personen besucht werden kann, die nicht im Hotel übernachten. Der Zugang selbst ist kostenlos.

Von der Terrasse blickt ihr direkt auf die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Außerdem sind das Europa-Center, das Bikini Berlin, der Zoologische Garten und der historische Zoo Palast zu sehen.

Wer ohnehin am Kurfürstendamm, am Breitscheidplatz oder rund um den Bahnhof Zoo unterwegs ist, kann diesen Aussichtspunkt unkompliziert in seine Tour einbauen und die Pause mit einem Getränk verbinden.

8. Teufelsberg: Aussicht trifft Berliner Geschichte

Der Teufelsberg im Grunewald ist weit mehr als nur ein Aussichtspunkt. Der ungefähr 120 Meter hohe Berg wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus rund 26 Millionen Kubikmetern Trümmerschutt aufgeschüttet.

Während des Kalten Krieges nutzten die Amerikaner den Teufelsberg als Abhörstation. Die markanten Radarkuppeln sind bis heute weithin sichtbar und verleihen dem Gelände seine besondere Lost-Place-Atmosphäre.

Inzwischen befinden sich dort Ausstellungen, eine große Open-Air-Galerie mit Street Art und verschiedene Aussichtsebenen. Vom Dach reicht der Blick über den Grunewald, die Havel, das Olympiastadion sowie die City West und die City Ost.

Der Eintritt kostete bei unserem Besuch 12 Euro. Dafür erhält man nicht nur eine schöne Aussicht, sondern auch Einblicke in einen außergewöhnlichen Teil der Berliner Nachkriegsgeschichte.

Der Teufelsberg eignet sich besonders für alle, die Aussicht, Fotografie, Street Art und einen längeren Ausflug miteinander verbinden möchten.

9. Drachenberg: kostenloser Ausflug mit Weitblick

Direkt neben dem Teufelsberg liegt der ungefähr 99 Meter hohe Drachenberg. Im Gegensatz zur ehemaligen Abhörstation gibt es hier kein eingezäuntes Gelände und keinen Eintritt.

Nach dem Aufstieg erreicht man eine große, offene Fläche. Von dort sieht man den Teufelsberg mit seinen Radarkuppeln, den Funkturm und in weiter Entfernung sogar den Fernsehturm.

Die Atmosphäre ist deutlich entspannter als auf vielen klassischen Sehenswürdigkeiten. Bei gutem Wetter sitzen Menschen auf der Wiese, lassen Drachen steigen oder bringen etwas für ein Picknick mit.

Der Drachenberg lässt sich hervorragend mit einem Spaziergang durch den Grunewald oder einem Besuch des Teufelsbergs verbinden. Für uns ist er deshalb der schönste Aussichtspunkt für einen kleinen Berlin-Ausflug.

Unsere Top 3 der Berliner Aussichtspunkte

Nach neun getesteten Aussichten stehen unsere persönlichen Sieger fest.

Beste Aussicht: Weltballon Berlin

Bei idealem Wetter bietet die Fahrt bis auf 150 Meter Höhe ein beeindruckendes Panorama. Der Weltballon ist zwar vergleichsweise teuer, hat uns bei der reinen Aussicht aber am meisten überzeugt.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Humboldt Forum

Für nur 3 Euro geht es bequem mit dem Aufzug auf eine großzügige Dachterrasse mitten im historischen Zentrum. Viel günstiger lässt sich ein solcher Rundumblick kaum bekommen.

Schönster Aussichtsausflug: Drachenberg

Der Eintritt ist kostenlos, die Atmosphäre entspannt und die Aussicht hervorragend. In Verbindung mit einem Spaziergang durch den Grunewald wird daraus ein abwechslungsreicher Berlin-Ausflug.

Welche Berlin-Aussicht passt zu euch?

Welche der neun Aussichten die beste ist, hängt davon ab, was ihr sucht.

Für einen besonders hohen Blick über die Stadt ist der Weltballon eine gute Wahl. Wer möglichst wenig ausgeben möchte, sollte das Humboldt Forum, die Reichstagskuppel, das Motel One Upper West oder den Drachenberg ausprobieren.

Geschichtsinteressierte finden auf dem Reichstag, der Siegessäule und dem Teufelsberg besonders viel zu entdecken. Für einen zentral gelegenen Aussichtspunkt ohne aufwendigen Aufstieg eignen sich vor allem das Humboldt Forum und die Dachterrasse des Park Inn.

Wer Treppen als sportliche Herausforderung betrachtet, kann sich zwischen den 245 Stufen des Berliner Doms und den 285 Stufen der Siegessäule entscheiden.

Alle neun Aussichten im Video erleben

Fotos und Beschreibungen vermitteln einen ersten Eindruck. Die tatsächliche Höhe, die Wege nach oben und das Panorama lassen sich jedoch am besten im Video erleben.

Wir nehmen euch zu allen neun Orten mit und zeigen, was euch bei einem eigenen Besuch erwartet. Verratet uns anschließend gerne in den YouTube-Kommentaren, welcher Aussichtspunkt euer Favorit ist.

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FAQ: Häufige Fragen zu den Aussichtspunkten in Berlin

Welche Aussicht in Berlin ist kostenlos?

In unserem Vergleich waren die Reichstagskuppel, die Terrasse des Motel One Upper West und der Drachenberg kostenlos zugänglich. Für die Reichstagskuppel ist allerdings eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Welche Aussicht bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Dachterrasse des Humboldt Forums. Der Eintritt kostete bei unserem Besuch nur 3 Euro. Dafür erhält man einen Rundumblick über das historische Berliner Zentrum.

Wo hat man die höchste Aussicht über Berlin?

Der Weltballon steigt bei geeigneten Wetterbedingungen bis auf ungefähr 150 Meter Höhe. Er war damit der höchste Aussichtspunkt in unserem Vergleich.

Muss man die Reichstagskuppel vorher buchen?

Ja. Für den kostenlosen Besuch sollte man sich vorher online beim Deutschen Bundestag anmelden und einen Termin auswählen. Vor dem Einlass findet eine Sicherheitskontrolle statt.

Wie viele Stufen führen auf die Siegessäule?

Bis zur Aussichtsplattform der Siegessäule müssen 285 Stufen bewältigt werden. Das Treppenhaus wird im oberen Bereich zunehmend enger.

Wie viele Stufen führen auf die Kuppel des Berliner Doms?

Der Aufstieg zum Kuppelgang des Berliner Doms umfasst 245 Stufen. Oben kann man nahezu vollständig um die Kuppel herumlaufen.

Lohnt sich der Weltballon auch bei schlechtem Wetter?

Bei schlechtem Wetter oder zu starkem Wind fährt der Ballon möglicherweise gar nicht. Bei diesiger Sicht ist außerdem weniger von der Stadt zu erkennen. Deshalb empfiehlt sich eine kurzfristige Planung bei guten Wetterbedingungen.

Was ist besser: Teufelsberg oder Drachenberg?

Der Teufelsberg bietet mit der ehemaligen Abhörstation, den Ausstellungen und der Street Art mehr Sehenswürdigkeiten, verlangt dafür aber Eintritt. Der Drachenberg ist kostenlos und eignet sich besonders für einen entspannten Spaziergang oder ein Picknick. Beide Orte lassen sich gut miteinander verbinden.

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