Von Usedom nach Swinemünde: Kostenlose Bootsfahrt mit der UsedomCard im Test

Mit dem Schiff von Usedom nach Polen – und dafür keinen Cent bezahlen? Genau das ist im Sommer 2026 möglich. Mit der UsedomCard der Kaiserbäder könnt ihr den Hop-on-Hop-off-Schiffsverkehr zwischen Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Swinemünde nutzen, ohne für die eigentliche Schiffsfahrt ein zusätzliches Ticket bezahlen zu müssen.

Wir haben das Angebot ausprobiert und sind von Bansin mit dem Schiff über Heringsdorf und Ahlbeck bis ins polnische Swinemünde gefahren. Dabei zeigen wir euch nicht nur die Fahrt entlang der Ostseeküste, sondern auch, wie ihr euch das kostenlose Ticket sichert, was euch an Bord erwartet und wie ihr anschließend mit der Bahn zurück in die Kaiserbäder fahren könnt.

Besonders wichtig: Die kostenlosen Plätze sind begehrt. Wir empfehlen euch deshalb dringend, das 0-Euro-Ticket rechtzeitig zu reservieren.

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Für 0 Euro mit dem Schiff von Usedom nach Swinemünde

Wer an der Nord- oder Ostsee Urlaub macht, kennt sie wahrscheinlich: die Kur- oder Gästekarte. In den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck heißt sie UsedomCard der Kaiserbäder und bietet neben verschiedenen Vergünstigungen im Sommer 2026 einen besonders interessanten Vorteil.

Mit der UsedomCard könnt ihr den Hop-on-Hop-off-Schiffsverkehr der Adler-Schiffe zwischen den drei Kaiserbädern und Swinemünde auf der polnischen Seite Usedoms kostenfrei nutzen.

Information Unsere Tour
Start Seebrücke Bansin
Zwischenstopps Heringsdorf und Ahlbeck
Ziel Swinemünde / Świnoujście
Schiff Adler Nordica
Preis mit UsedomCard 0 Euro für die Hop-on-Hop-off-Fahrt
Rückfahrt Mit der UBB ab Świnoujście Centrum

Stand: August 2026. Fahrpläne, Bedingungen und Leistungen der UsedomCard können sich ändern. Prüft deshalb vor eurem Ausflug noch einmal die aktuellen Angaben des Anbieters.

So funktioniert die kostenlose Schiffsfahrt

Die UsedomCard erhaltet ihr als Übernachtungsgäste in den Kaiserbädern im Zusammenhang mit der Kurabgabe. Mit einer gültigen Karte könnt ihr euch für den Hop-on-Hop-off-Schiffsverkehr ein Ticket für 0 Euro sichern.

Bei unserer Tour waren die Fahrten ausgesprochen gefragt. Als wir am Abfahrtstag zur Seebrücke kamen, war unsere gewünschte Verbindung um 12 Uhr bereits ausgebucht. Wir hatten allerdings vorgesorgt und uns schon am Vortag am Pavillon der Adler-Schiffe ein Ticket reserviert.

Unser Tipp: Kümmert euch möglichst ein oder zwei Tage vorher um eure gewünschte Verbindung. Gerade bei gutem Wetter und in der Hauptsaison dürfte die Nachfrage nach einer kostenlosen Schiffsfahrt entsprechend groß sein.

Inzwischen weist Adler-Schiffe zudem auf die Möglichkeit hin, die UsedomCard online einzuscannen und darüber ein 0-Euro-Ticket zu buchen. Informiert euch vor eurem Ausflug am besten über den jeweils aktuellen Buchungsweg.

Aktuellen Fahrplan und Informationen bei Adler-Schiffe ansehen

Start an der Seebrücke Bansin

Unsere Tour beginnt in Bansin. Schon der Weg über die gepflegte Promenade zur Seebrücke lohnt sich. Entlang der Strecke stehen zahlreiche historische Strandvillen, die typisch für die Bäderarchitektur der Kaiserbäder sind.

An der Seebrücke warteten wir auf unser Schiff. Mit etwas Verspätung kam schließlich die Adler Nordica und kurze Zeit später hieß es: Leinen los.

Zunächst führt die Fahrt entlang der Küste in Richtung Heringsdorf. Vom Wasser aus bietet sich dabei eine völlig andere Perspektive auf die drei Kaiserbäder als von der Promenade oder aus der Bahn.

Erster Zwischenstopp: Heringsdorf

Unser erster Halt ist Heringsdorf. Schon bei der Anfahrt fällt die bekannte Seebrücke mit ihrem markanten Gebäude ins Auge.

Hier steigen die ersten Passagiere aus, während gleichzeitig neue Fahrgäste an Bord kommen. Das Hop-on-Hop-off-Prinzip macht es möglich, die verschiedenen Seebrücken miteinander zu kombinieren.

Während unserer gesamten Tour war das Schiff gut ausgelastet. Angesichts des besonderen Angebots mit der UsedomCard hat uns das allerdings nicht überrascht.

Über Ahlbeck weiter nach Polen

Nach Heringsdorf geht es weiter nach Ahlbeck und anschließend über die deutsch-polnische Grenze in Richtung Swinemünde.

Die Fahrt ist dabei nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern bereits ein Teil des Ausflugs. Auf dem Außendeck könnt ihr die Küste beobachten und die Seeluft genießen. Wer lieber geschützt sitzt, findet auch Plätze im Innenbereich.

An Bord konnten während unserer Fahrt Getränke und Erfrischungen bestellt werden. Trotz der guten Auslastung herrschte eine entspannte und angenehme Stimmung.

Einfahrt in den Hafen von Swinemünde

Besonders interessant wird die Fahrt bei der Einfahrt nach Swinemünde. Der Hafen gehört zu den bedeutendsten Häfen an der südlichen Ostsee und entsprechend viel gibt es hier zu sehen.

Uns begegnete unter anderem eine große Autofähre der Unity Line. Von Swinemünde führen Fährverbindungen über die Ostsee in Richtung Schweden.

Auch die Hafenanlagen selbst bieten einige interessante Orientierungspunkte. Bei der Einfahrt sind die Molen gut zu erkennen. Besonders auffällig ist die Westmole mit der sogenannten Mühlenbake.

Die Mühlenbake: das Wahrzeichen von Swinemünde

Auf der Westmole steht eines der bekanntesten Wahrzeichen von Swinemünde: die weiß gestrichene Mühlenbake, die tatsächlich wie eine kleine Windmühle aussieht.

Vom Schiff aus lässt sich dieses ungewöhnliche Seezeichen besonders gut erkennen. Zusammen mit weiteren Leuchtfeuern dient es der Navigation bei der Einfahrt in den Hafen.

Während der Fahrt gab es über die Bordlautsprecher zusätzliche Informationen über die Küste, die Hafenanlagen und Swinemünde. So wurde aus der Überfahrt gleichzeitig eine kleine maritime Stadtrundfahrt.

Ankunft in Swinemünde

Nach der Fahrt durch den Hafen erreichen wir schließlich den Anleger in Swinemünde. Für die Rückfahrt warteten dort bereits zahlreiche neue Passagiere – ein weiterer Hinweis darauf, wie gut das Angebot angenommen wird.

Wir entschieden uns allerdings nicht für die direkte Rückfahrt mit dem Schiff. Stattdessen wollten wir noch etwas von Swinemünde sehen und anschließend mit der Bahn zurückfahren.

Wer Swinemünde noch nicht kennt, kann direkt am Hafen verschiedene touristische Angebote finden. Unter anderem werden Stadtrundfahrten angeboten, mit denen sich in relativ kurzer Zeit ein erster Überblick über die Stadt gewinnen lässt.

Swinemünde liegt auf zwei Inseln

Ein Blick auf den Stadtplan zeigt eine geografische Besonderheit. Der westliche Teil von Swinemünde liegt noch auf Usedom. Auf der anderen Seite der Swine beginnt bereits die Insel Wollin.

Für unseren kurzen Aufenthalt blieben wir auf der Usedomer Seite und liefen vom Hafen in Richtung Innenstadt und Marktplatz.

Dort findet ihr zahlreiche Cafés, Restaurants, Geschäfte und Bars. Damit eignet sich der Landgang hervorragend für eine Pause, bevor es später wieder zurück in die Kaiserbäder geht.

Euro oder Złoty: Wie bezahlt man in Swinemünde?

Für einen kurzen Aufenthalt müsst ihr nicht zwingend sofort eine Wechselstube aufsuchen. Bei unserem Besuch akzeptierten zahlreiche Restaurants und Geschäfte auch Euro. Noch unkomplizierter ist häufig die Kartenzahlung.

Dabei gibt es allerdings einen wichtigen Tipp: Wenn das Kartenlesegerät euch die Wahl zwischen einer Abrechnung in Euro und polnischen Złoty anbietet, solltet ihr normalerweise die Abrechnung in polnischen Złoty (PLN) wählen.

Bei einer direkten Umrechnung in Euro durch das Terminal kann ein ungünstigerer Wechselkurs verwendet werden. Die Umrechnung durch eure Bank oder euren Kartenanbieter ist häufig günstiger. Prüft bei eurer Karte gegebenenfalls vorher die Konditionen für Zahlungen in Fremdwährungen.

Kaffeepause im Zentrum von Swinemünde

Nach unserem Spaziergang durch die Innenstadt legten wir noch eine kleine Pause ein. Passend zu unserer Seereise fiel die Wahl auf das Neptun Pub Café Restaurant.

Nach Kaffee und Stärkung machten wir uns schließlich auf den Weg zum Bahnhof Świnoujście Centrum.

Vom Bereich des Hafens bis zum Bahnhof solltet ihr je nach genauer Route ungefähr ein bis anderthalb Kilometer Fußweg einplanen.

Mit der UBB von Swinemünde zurück nach Usedom

Der Bahnhof Świnoujście Centrum ist der Endpunkt der Bahnstrecke über die Kaiserbäder. Von hier fahren die Regionalzüge der Usedomer Bäderbahn beziehungsweise DB Regio zurück über Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin in Richtung Züssow.

Damit bietet sich für einen Tagesausflug eine besonders interessante Kombination an: mit dem Schiff nach Polen und mit der Bahn zurück.

Ihr müsst euch dadurch nicht an die Rückfahrzeit des Schiffes binden und könnt euren Aufenthalt in Swinemünde flexibler gestalten.

Noch ein Spartipp: Rückfahrt mit dem Deutschlandticket

Bei unserer Reise konnten wir für die Rückfahrt ab Świnoujście Centrum das Deutschlandticket nutzen. Die Regionalbahn bringt euch direkt zurück in die Kaiserbäder und fährt anschließend weiter über die Insel.

Wer ohnehin ein Deutschlandticket besitzt, kann dadurch im Idealfall sowohl für die Schiffsfahrt als auch für die Bahnrückfahrt ohne zusätzliches reguläres Ticket auskommen.

Da sich Tarifbestimmungen ändern können, solltet ihr die Gültigkeit für eure konkrete Verbindung vor der Reise noch einmal bei der UBB beziehungsweise in der Fahrplanauskunft prüfen.

Informationen zum Deutschlandticket bei der UBB

Unser Fazit zur kostenlosen Schiffsfahrt nach Swinemünde

Für uns ist die kostenlose Schiffsfahrt eines der interessantesten Extras der UsedomCard der Kaiserbäder. Statt nur mit Bus, Auto oder Bahn zwischen den Orten unterwegs zu sein, wird bereits die Anreise nach Swinemünde zu einem kleinen Ausflug.

Besonders gut gefällt uns die Kombination aus verschiedenen Verkehrsmitteln: Wir starten an der Seebrücke in Bansin, fahren über Heringsdorf und Ahlbeck mit dem Schiff nach Polen, verbringen einige Zeit in Swinemünde und nehmen anschließend die Bahn zurück.

Wer die UsedomCard ohnehin besitzt, bekommt damit einen erheblichen zusätzlichen Gegenwert für die gezahlte Kurabgabe.

Den einzigen kleinen Haken haben wir ebenfalls kennengelernt: Die kostenlosen Fahrten können schnell ausgebucht sein. Deshalb würden wir die Reservierung nicht erst unmittelbar vor der Abfahrt erledigen.

Unser Tipp für den perfekten Tagesausflug: 0-Euro-Ticket rechtzeitig reservieren, mit dem Schiff nach Swinemünde fahren, genügend Zeit für einen Landgang einplanen und flexibel mit der Bahn zurück in die Kaiserbäder fahren.

Die komplette Schiffsfahrt im Video erleben

Im Video begleiten wir euch von der Promenade in Bansin bis zur Seebrücke und anschließend auf die Adler Nordica. Ihr erlebt die Zwischenstopps in Heringsdorf und Ahlbeck, die Einfahrt in den Hafen von Swinemünde und unseren kurzen Spaziergang durch die Stadt.

Außerdem zeigen wir euch, wie die kostenlose Fahrt mit der UsedomCard funktioniert, warum eine Reservierung sinnvoll ist, worauf ihr beim Bezahlen in Polen achten solltet und wie wir mit der Bahn zurück nach Usedom gefahren sind.

Jetzt die Bootsfahrt nach Swinemünde im Video ansehen
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Kann man mit der UsedomCard kostenlos nach Swinemünde fahren?

Ja. Im Sommer 2026 können Inhaber einer gültigen UsedomCard der Kaiserbäder den Hop-on-Hop-off-Schiffsverkehr zwischen Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Swinemünde ohne zusätzliches reguläres Ticket nutzen. Für die Fahrt benötigt ihr jedoch ein entsprechendes 0-Euro-Ticket.

Bei unserem Ausflug haben wir das Ticket bereits am Vortag am Pavillon der Adler-Schiffe an der Seebrücke reserviert. Adler-Schiffe bietet inzwischen auch die Möglichkeit an, die UsedomCard online einzuscannen und darüber ein 0-Euro-Ticket zu buchen. Prüft vor eurem Ausflug den aktuellen Buchungsweg.

Eine frühzeitige Reservierung ist sehr zu empfehlen. Bei unserem Besuch war die gewünschte Abfahrt am selben Tag bereits ausgebucht. Besonders in der Hauptsaison solltet ihr euch deshalb rechtzeitig um ein Ticket kümmern.

Der Hop-on-Hop-off-Verkehr verbindet die Seebrücken der Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck mit Swinemünde. Wir sind in Bansin gestartet und anschließend über Heringsdorf und Ahlbeck nach Polen gefahren.

Bei unserem Besuch akzeptierten viele Restaurants und Geschäfte auch Euro. Kartenzahlung war ebenfalls weit verbreitet. Bei Kartenzahlungen ist es meist sinnvoll, die Abrechnung in polnischen Złoty zu wählen und eine angebotene automatische Umrechnung in Euro abzulehnen.

Neben der Rückfahrt mit dem Schiff könnt ihr den Regionalzug ab Świnoujście Centrum nutzen. Die Strecke führt über Ahlbeck und Heringsdorf weiter über die Insel Usedom. Damit lässt sich der Landgang in Swinemünde flexibel gestalten.

Bei unserer Reise nutzten wir das Deutschlandticket für die Regionalbahn ab Świnoujście Centrum zurück auf die deutsche Seite Usedoms. Da sich Tarifbedingungen ändern können, solltet ihr die aktuelle Gültigkeit vor eurer Fahrt noch einmal bei der UBB beziehungsweise in der Fahrplanauskunft kontrollieren.

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