Unter den Linden – Ein Spaziergang vom Berliner Dom bis zum Brandenburger Tor

Unter den Linden ist weit mehr als nur eine Straße. Der berühmte Boulevard verbindet auf vergleichsweise kurzer Strecke einige der wichtigsten Orte Berlins und erzählt dabei viel über die Geschichte, Kultur und Gegenwart der Stadt. Wer Berlin zu Fuß entdecken möchte, findet hier einen der klassischsten und zugleich abwechslungsreichsten Spaziergänge der Hauptstadt.

In diesem Beitrag nehmen wir dich mit auf einen Weg vom Berliner Dom bis zum Brandenburger Tor. Die Strecke ist rund 1,6 Kilometer lang und lässt sich entspannt in etwa 30 bis 45 Minuten gehen – je nachdem, wie oft man stehen bleibt.

Startpunkt: Berliner Dom und Museumsinsel

Der Spaziergang beginnt am Berliner Dom, einem der imposantesten Bauwerke der Stadt. Schon hier zeigt sich, wie dicht Geschichte und Architektur in Berlin beieinanderliegen. Direkt angrenzend befindet sich die Museumsinsel, die zum UNESCO-Welterbe gehört.

Ein Blick lohnt sich besonders auf das Alte Museum, das vor allem antike Kunst aus Griechenland und Rom zeigt. Wer Berlin lieber im Sitzen erkundet, kennt vielleicht auch die bekannten Sightseeing-Busse oder den Bus 100. Doch gerade dieser Weg entfaltet zu Fuß seinen besonderen Reiz.

Über die Schlossbrücke auf den Boulevard

Nach wenigen Minuten erreicht man die Schlossbrücke. Sie verbindet den Schlossplatz mit dem Boulevard Unter den Linden und zählt zu den klassischsten Blickachsen der Stadt. Von hier aus öffnet sich der Weg in Richtung Westen – gesäumt von Bäumen, historischen Gebäuden und kulturellen Institutionen.

Beim Blick über das Geländer fällt das ehemalige Zeughaus ins Auge, eines der bedeutendsten Barockgebäude Berlins. Ursprünglich diente es im 18. Jahrhundert als Waffenarsenal.

Geschichte links und rechts der Straße

Auf der linken Straßenseite steht das ehemalige Palais Prinz Heinrich, heute Sitz der Bertelsmann Stiftung. Direkt daneben befindet sich das Kronprinzenpalais, einst Wohnsitz preußischer Kronprinzen und später ein Ort moderner Kunst.

Das ehemalige Zeughaus beherbergt heute das Deutsches Historisches Museum. Wer tiefer in die deutsche Geschichte eintauchen möchte, findet hier einen umfassenden Überblick von den Anfängen bis in die Gegenwart.

Orte der Erinnerung und der Kultur

Ein besonders stiller Ort entlang des Boulevards ist die Neue Wache. Sie dient heute als zentrale Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die schlichte Gestaltung macht sie zu einem Ort der Ruhe – mitten im geschäftigen Stadtzentrum.

Wenige Schritte weiter liegt die Staatsoper Unter den Linden, eines der renommiertesten Opernhäuser Europas. Berlin besitzt gleich drei Opernhäuser, doch dieses ist das traditionsreichste.

Wissenschaft, Kunst und preußische Geschichte

Der Haupteingang der Humboldt-Universität zu Berlin liegt ebenfalls direkt an Unter den Linden. Benannt ist sie nach Alexander und Wilhelm von Humboldt. Im Winter sind ihre Skulpturen häufig zum Schutz vor Witterung in Holzkisten verpackt – ein ungewöhnlicher, aber typischer Anblick.

In der Mitte des Boulevards steht das Reiterstandbild von Friedrich II., auch „Alter Fritz“ genannt. Besonders interessant sind die Ehrentafeln am Sockel: Sie würdigen nicht nur Militärführer, sondern auch Künstler, Architekten und Politiker seiner Zeit.

Bücher, U-Bahnhöfe und moderne Einblicke

Der Weg führt weiter an der Staatsbibliothek zu Berlin vorbei, einer der größten Bibliotheken Europas. Millionen von Büchern, Handschriften und historischen Dokumenten werden hier aufbewahrt.

Am U-Bahnhof Unter den Linden liegt der Lindencorso. Dort befindet sich unter anderem eine kostenlose Volkswagen-Ausstellung mit historischen Fahrzeugen – ein eher überraschender Stopp auf diesem historischen Weg.

Kreuzung Friedrichstraße und modernes Stadtleben

An der Kreuzung zur Friedrichstraße zeigt sich Berlin von seiner verkehrsreichen Seite. Richtung Süden gelangt man zum Gendarmenmarkt und weiter zum Checkpoint Charlie, Richtung Norden zum Bahnhof Friedrichstraße.

Unter den Linden ist auch eine begehrte Adresse für Flagship-Stores. Marken wie Nivea oder Miele sind hier ebenso vertreten wie zahlreiche Souvenirgeschäfte.

Medien, Botschaften und große Namen

Der Zollernhof ist unter anderem als Sendeort des ZDF-Morgenmagazins bekannt. Wenig später folgt die Glinkastraße, wo sich früher das Stadtbüro der russischen Fluglinie Aeroflot befand. Entlang der Straße liegen zahlreiche diplomatische Vertretungen, darunter die Botschaften von Polen und Ungarn.

An der Wilhelmstraße trifft man auf das berühmte Hotel Adlon Kempinski. Von hier aus ist auch die Britische Botschaft gut zu sehen. Die Kreuzung erinnert zudem an einen tragischen Verkehrsunfall im Jahr 2022, bei dem der ehemalige Radprofi Christian Jäger ums Leben kam – ein Punkt, der die Diskussion um Verkehrssicherheit in Berlin geprägt hat.

Ziel: Pariser Platz und Brandenburger Tor

Der Spaziergang endet am Pariser Platz, einem der bekanntesten Plätze Berlins. Hier befinden sich unter anderem die Botschaften Frankreichs und der USA. Trotz häufiger Bauarbeiten und großer Besucherzahlen bleibt das Brandenburger Tor ein symbolischer Ort – für Berlin, für Deutschland und für viele Besucher aus aller Welt.

Fazit: Pflichtprogramm für Berlin-Besucher

Der Spaziergang vom Berliner Dom bis zum Brandenburger Tor ist ein echtes Pflichtprogramm für alle, die Berlin kennenlernen möchten. Auf nur 1,6 Kilometern verbindet Unter den Linden Geschichte, Kultur, Politik und Alltag. Wer die Stadt ruhig, zu Fuß und ohne Hektik erleben möchte, findet hier einen der besten Wege durch das historische Zentrum Berlins.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen