Kurztrip von Berlin nach Usedom: Bansin, Heringsdorf & Ahlbeck im November entdecken

Wer in Berlin lebt, kennt das Gefühl: Manchmal muss man einfach raus aus der Großstadt. Raus aus Baustellen, Stau, Kieztrubel – und rein in frische Meeresluft. Einer der schnellsten Wege ans Meer führt direkt auf die Ostseeinsel Usedom, die seit über 100 Jahren als klassisches Ausflugsziel vieler Berliner gilt. Unser Kurztrip zeigt, wie erholsam ein Wochenende dort sein kann – selbst im November

1. Die Anreise: In 3 bis 4 Stunden von Berlin an die Ostsee

Gestartet wird – typisch Berlin – durch den Stadtverkehr, vorbei an Baustellen und Ampelphasen, die sich ins Unendliche ziehen können. Sobald die Autobahn erreicht ist, beginnt aber schon die Entspannung.

Der Weg führt über die A11 Richtung Prenzlau, dann weiter auf die A20 Richtung Norden. Ab der Abfahrt Pasewalk geht es über Landstraßen weiter, bis schließlich die Zirchow- bzw. Zecheriner Brücke erreicht wird – das Tor zur Insel Usedom.
Wir hatten Glück: Die Brücke wird zwar mehrere Male täglich für den Schiffsverkehr geöffnet, doch unsere Fahrt verlief ohne Wartezeit.

Die gesamte Strecke dauerte etwas über drei Stunden, je nachdem, von welchem Berliner Bezirk man startet. Damit gehört Usedom zu den schnellsten erreichbaren Küstenregionen für Berlinerinnen und Berliner – ein riesiger Vorteil für spontane Wochenendausflüge.

2. Ankunft in Bansin – Strand, Ruhe und Bäderarchitektur

Unser erstes Ziel war das Seebad Bansin, eines der drei berühmten Kaiserbäder. Schon beim ersten Blick auf den Strand wird klar, warum Usedom so beliebt ist: breite Sandstrände, eine ruhige Promenade und die elegante Bäderarchitektur, die bis heute ein Stück Berliner Geschichte erzählt.

Bansin wurde 1897 gegründet – und schon damals war es ein bevorzugter Rückzugsort wohlhabender Berliner Familien, die entlang der Promenade prächtige Villen errichten ließen. Noch heute stehen viele dieser historischen Gebäude, strahlend weiß und im typischen Stil der Kaiserzeit

Im November zeigt sich Bansin von seiner entspannten Seite: Leere Wege, ruhige Strände, fast schon meditative Meeresstimmung. Ideal für alle, die Berlin für ein Wochenende hinter sich lassen wollen.

3. Spaziergang nach Heringsdorf – Strandweg mit Geschichte

Vom Strand in Bansin aus verläuft ein wunderschöner Weg nach Heringsdorf, etwa drei Kilometer lang. Obwohl wir im November unterwegs waren, überraschte uns die Sonne mit goldenem Licht – ein perfekter Tag für einen Strandspaziergang.

Von der Seebrücke aus hat man großartige Ausblicke:

  • Richtung Osten über den Strand nach Bansin

  • Richtung Polen über das Küstenband bis nach Świnoujście

  • und bei klarer Sicht bis zu den benachbarten Inseln im Norden

Ein kleiner Tipp: Bei gutem Wetter unbedingt bis zur Spitze der Seebrücke laufen – Restaurants, Cafés und die Möglichkeit zu Schiffsfahrten sorgen selbst im November für ein lebendiges Erlebnis.

4. Zurück nach Bansin – diesmal über die Promenade

Auf dem Rückweg ging es nicht mehr am Strand entlang, sondern über die fein herausgeputzte Promenade. Hier stehen zahlreiche Villen im Stil der Bäderarchitektur, darunter echte Schmuckstücke wie die Villa Carmen.
Der Berliner würde sagen: „Kannste nich’ meckern – perfekte Sommerresidenz!“

Der Spaziergang verbindet traumhafte Meerblicke mit historischen Eindrücken – genau die Mischung, die die Kaiserbäder so einzigartig macht.

5. Ausflug nach Koserow – Karls Erlebnisdorf & neue Seebrücke

Am nächsten Tag ging es nach Koserow. Schon auf dem Parkplatz fällt auf: Im November ist die Insel nahezu leer. Ein riesiger Vorteil gegenüber der Hauptsaison, in der die Kaiserbäder oft aus allen Nähten platzen.

Zu den Highlights in Koserow gehören:

Karls Erlebnisdorf

Ein Klassiker für Familien – im Sommer vollkommen überlaufen, im Spätherbst angenehm ruhig.

Die neue Seebrücke

Seit 2019 gebaut und 2021 eröffnet, bietet sie am Ende eine moderne Veranstaltungsplattform. Hier kann man den Blick über die Ostsee schweifen lassen, Richtung Bornholm oder – natürlich nur theoretisch – Richtung Helsinki.

Koserower Salzhütten

Ein rekonstruiertes Fischerdorf, das im November fast menschenleer daliegt – perfekt für Fotofans und Ruhesuchende.

6. Unterwegs ohne Auto – Perfekt für Berliner mit Deutschlandticket

Wer nicht mit dem Auto anreisen möchte, hat trotzdem beste Mobilitätsmöglichkeiten:

Usedomer Bäderbahn (UBB)

  • sie fährt die gesamte Insel entlang

  • sie verbindet Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Swinemünde

  • sie akzeptiert das Deutschlandticket – ein großer Pluspunkt für Berliner Tages- oder Wochenendgäste

Auch Fahrradverleihstationen sind überall zu finden. Die Radwege sind hervorragend ausgebaut – besonders die Strecke entlang des Deichs Richtung Zinnowitz und Zempin.


7. Abschluss in Ahlbeck – die dritte Kaiserbad-Seebrücke

Am Ende unseres Kurztrips ging es noch an den Strand von Ahlbeck, wo die dritte Seebrücke des Videos wartet.
Sie ist die älteste der Kaiserbäder und gleichzeitig ein Wahrzeichen von Usedom.

Ein wunderschöner Abschluss für ein Wochenende voller Meer, Ruhe und langer Spaziergänge.

8. Warum sich Usedom gerade für Berliner im November lohnt

Während die Hauptstadt im Spätherbst oft grau, laut und nass wirkt, bietet Usedom im November:

  • leere Strände

  • günstige Übernachtungspreise

  • kurze Wartezeiten in Restaurants und Attraktionen

  • entspannte Straßen

  • und oft überraschend gutes Wetter

Vor allem aber: Ruhe, die man in Berlin selten findet.

Fazit: Ein Kurztrip, der perfekt aus Berlin herausführt

Ob mit Auto, Bahn oder Deutschlandticket – Usedom ist einer der besten und schnellsten Erholungsorte für Berlinerinnen und Berliner.
Die Mischung aus Natur, Geschichte, Strand und Bäderarchitektur macht Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck zu einem idealen Ziel für ein spontanes Wochenende.

Unser Video zeigt alle Highlights – und wir freuen uns über Kommentare, wer von euch selbst schon einmal einen Ausflug von Berlin nach Usedom gemacht hat!

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